Warum biologische Landwirtschaft?

Gesunder Boden, gesunde Pflanzen und Tiere und eine gesunde Umwelt sind eine wichtige Grundlage für ein gesundes Leben. In vielen Millionen Jahren der Evolution hat sich dieses hochkomplexe Zusammenspiel der Arten entwickelt. Unzählige Kleinstlebewesen, jedes mit speziellen Aufgaben betraut, bevölkern einen fruchtbaren Boden, bauen organische Substanz (z.B. Gründüngung, Stallmist, Pflanzenreste) zu wertvollen Nährstoffen für unsere Pflanzen um, die sich die Stoffe über die Wurzeln aneignen, die sie brauchen, um vital, widerstandsfähig und fruchtbar ihre Art und ihr Umfeld über lange Zeiten zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Dieser ganzheitliche Gesundheitswert in den natürlich gewachsenen Nahrungs- und Futterpflanzen überträgt sich auch auf die Tiere und schließlich auf die Menschen, die sich von diesen Pflanzen und Tieren ernähren.

 

Vielfalt und Fruchtbarkeit

Eine vielgliedrige Fruchtfolge aus Getreide und sogenannten Leguminosen (Klee, Luzerne, Bohnen, Erbsen etc.) sorgt für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit.
Die Fähigkeit der Leguminosen, in Symbiose mit speziellen Wurzel-Bakterien aus der Luft Stickstoff zu fixieren, ist im Biolandbau äußerst wichtig. Denn Stickstoff ist einer der Motoren des pflanzlichen Wachstums. Es gilt, möglichst viel von diesem Stickstoff der Nachfolgekultur zur Verfügung zu stellen. Das versuchen wir über die vielgliedrige Fruchtfolge und den Anbau von Zwischenfrüchten zu erreichen.

Unsere Böden bearbeiten wir möglichst flach. Das sorgt vor allem dafür, dass die Regenwürmer nicht gestört werden und im Untergrund weiterarbeiten. Mit ihren bis zu ein Meter tiefen Röhren helfen die"besten Freunde des Bauern" dabei, den Boden zu belüften und Wasser einzuleiten. Zudem bieten die Röhren vielen Kleintieren einen Lebensraum.

Zur weiteren Düngung steht der Stallmist aus der Geflügelhaltung zur Verfügung.

Die Beikraut-Bekämpfung (im Bioanbau gibt es keine Unkräuter sondern nur Beikräuter) erfolgt mechanisch und im Notfall auch per Handhacke. Oberstes Ziel ist es jedoch,geschlossene Bestände zu etablieren, die Beikräuter schon allein durch ihr dichtes Wachstum in Schach halten. Das gelingt freilich nicht immer.

Chemisch-synthetische Pflanzenschutzpräparate, und Düngemittel, Kupfer-Spritzpräparate sowie Gentechnik kommen bei uns jedenfalls nicht auf den Acker!

 

Warum BIO nicht gleich BIO ist und wo die Unterschiede liegen

Wenn Sie auf Premium-qualität Wert legen, kaufen und essen Sie Produkte, die Schriftzüge von Bio-Anbauverbänden tragen, z.B. Demeter, Bioland, Naturland, Gäa etc.

Biolandbetriebe sind z.B. 100% Biobetriebe und nicht wie nach EG-ÖKO-Verordnung zulässig nur Teilbiobetriebe

Nur Bio-Anschein

vermitteln Ausdrücke wie „kontrollierter Anbau“, oder „kontrollierter Vertragsanbau“, „integrierter Anbau oder „kontrolliert-integrierter Anbau“. Es handelt sich dabei aber keinesfalls um Bio-Produkte. Merke: nur der „ökologische/biologische Landbau“ ist gesetzlich geregelt. Dazu zählt auch die Umschreibung „aus kontrolliert ökologischem Anbau“!

 

BIOLAND --- was ist das?

Bioland ist der führende ökologische Anbauverband in Deutschland. Die Wirtschaftsweise der Bioland-Betriebe basiert auf einer Kreislaufwirtschaft - ohne synthetische Pestizide und chemisch-synthetische Stickstoffdünger. 

Was macht BIOLAND besser?

Die EG-ÖKO-Verordnung ist der gesetzliche Mindeststandard für alle, die "Bio-" oder"Öko-Lebensmittel" produzieren oder verarbeiten. Die Biolandbauern arbeiten nach strengeren Richtlinien als es die EG-Öko-Verordnung vorgibt.

Wir glauben an eine natürliche, nachhaltige Bewirtschaftung. Daher erfüllen wir die Bioland-Richtlinien nicht nur, sondern setzen auf maximalen Schutz von Mensch und Natur!

 

Nachfolgend die wichtigsten Bioland Grundsätze

Ackerbau

zur Ernährung von Mensch und Tier erzeugt deutlich weniger Phosphat- und Stickstoffverbindungen. Somit wird auch hier Gewässer und Grundwasser geschützt. Die Gefahr des umkippens der Gewässer ist viel geringer.
Eine naturnahe Kreislaufwirtschaft dient sowohl einer gesunden Ernährung als auch dem Umweltschutz, dem Artenschutz und dem Klimaschutz, da sie weniger energieaufwendig ist. Durch Wahl einer an den Standort angepassten Fruchtfolge, durch Säen von Untersaaten im Getreideanbau, durch Belassen von

Im organisch-biologischen Landbau („Bioland“) wird auch darauf hingearbeitet, das natürliche Gleichgewicht zwischen Nützlingen und sogenannten „Schädlingen“ zu fördern durch vielseitigen Fruchtwechsel, Mischkultur, vielseitigen Hecken und Blühstreifen. Wildkräuter werden z.B. mit Egge, Striegel und Hacke mechanisch in Schach gehalten. Dadurch kann auf Pestizide verzichtet werden, die beim Anbauverband Bioland ohnehin nicht erlaubt sind.
Die schädlichen Treibhausgase, die ein Vieh haltender Betrieb erzeugt, wie Kohlendioxid, Methan, Lachgas und das indirekt wirkende Ammoniak sind bei Biolandbauern um ein vielfaches geringer, weil die Anzahl der Tiere pro Fläche begrenzt ist und die Futterrationen sorgfältiger abgestimmt werden.

Biolandbauern legen Feldraine, Hecken und Brachen an. Die dort entstehenden Kleinbiotope ernähren Nützlinge mit ihren arten- und blütenreichen Pflanzenbeständen. Die Nützlinge bekämpfen biologisch die Schädlinge, also braucht der Biolandbauer keine Pflanzenschutzmittel. Selbst die einheimischen Feldvögel nutzen lieber die biologisch bewirtschafteten Lebens- und Nahrungsräume. Damit tragen sie ebenfalls zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei.

Artgerechte Tierhaltung
Die Bioland-Legehennen haben Auslauf, das heißt genügend Platz und keinen sozialen Stress. Sie können tagsüber auf die Wiese. Sie sind gesund und immun gestärkt. Sie bekommen ihre natürlichen Nahrungsmittel. Sie werden nicht verstümmelt (Schnabel kupieren bei Hühnern), so ist eine entsprechende Körperpflege gewährleistet. Der Stall hat genügend Fensterflächen, so dass es hell ist. Die Sitzstangen sind lang genug, so dass alle Platz haben. Geeignete Nistplätze und großzügige Scharr-Plätze runden "Wohnzimmer-Feeling" bei den Legehennen ab. Die Tiere bekommen den Respekt, den sie verdienen.
Kein Doping für Tiere
Die Biolandtiere sind gesunde und leistungsstarke Tiere. Sie benötigen keine vorsorglichen Antibiotika und Leistungspillen, keine Gentechnik und ionisierende Strahlung
Qualitätsmanagement
Biolandbauern lassen sich gerne kontrollieren, denn sie sind überzeugt von dem, was sie tun.

 

Erst nach erfolgreicher Bioland-Kontrolle, erhält der Bioland-Betrieb sein Zertifikat und darf dann das Bioland-Warenzeichen nutzen. Da die Bioland-Kontrolle über den EG-Öko-Standard hinausgeht, bekommt der Bioland-Bauer natürlich auch das EG-ÖKO-Zertifikat. Eine unabhängige Kontrollstelle stellt die beiden Zertifikate aus (bei uns ist es die ABCERT). 

 

BIOLAND --- eine runde Sache

Die Bioland-Richtlinien können Sie einsehen unter  http://www.bioland.de